
Fischarten
Wels angeln
Der Wels (Silurus glanis), auch Waller genannt, ist Europas größter Süßwasserfisch und ein faszinierender Gegner. Mit kräftigem Gerät und der richtigen Strategie ist er heute an vielen Flüssen und Seen erreichbar. Hier die wichtigsten Tipps zum Wels angeln.
Steckbrief Wels
- Beste Jahreszeit
- Sommer (Juni–Sept.) bei warmem Wasser
- Beste Köder
- Köderfisch, Tauwurmbündel, Pellets, große Gummifische
- Methode
- Ansitz am Grund, Pose/Unterwasserpose, Vertikal, Spinnfischen
- Beste Tageszeit
- Nacht und Dämmerung, warme Gewitterluft
- Wichtig
- Sehr kräftiges Gerät und stabile Knoten
Standplätze: Wo der Wels lauert
Welse halten sich gern in tiefen Kolken, Gumpen, Hafenbecken, unter Brücken und an versunkenem Holz auf. In Flüssen stehen sie an Strömungskanten und in Löchern, in Seen an scharfen Tiefenkanten und über strukturreichem Grund. Nachts ziehen sie zum Jagen oft in flachere Bereiche und an Plateaus.
Beste Köder für den Waller
Klassiker ist der Köderfisch (tot oder lebend, wo erlaubt) – Brassen, Rotaugen oder Filetstücke. Sehr fängig sind große Tauwurmbündel, Pellets, Boilies und sogar Calamari. Beim Kunstköder fangen große Gummifische und Spezial-Wobbler beim Vertikalangeln und Spinnfischen. Wichtig sind starke Einzel- oder Doppelhaken und ein robustes Vorfach.
Methoden: Ansitz, Pose und Vertikal
Beim Ansitz bietest du den Köder am Grund oder mit einer Unterwasserpose knapp darüber an – oft kombiniert mit einer Abrissmontage. Vom Boot ist das Vertikalangeln über tiefen Löchern hocheffektiv: Köder absenken, am Grund anbieten und mit dem Echolot Fische und Struktur ablesen. Auch das Klopfen mit dem Wallerholz lockt aktive Fische an.
Gerät und Drill
Welse erreichen über zwei Meter – entsprechend kräftig muss alles sein: stabile Welsrute, große Rolle, geflochtene Hauptschnur ab 0,40 mm und ein bissfestes, dickes Vorfach. Der Drill ist ein Kraftakt; halte konstant Druck, nutze die Bremse und arbeite den Fisch über mehrere Phasen aus. Ein Boot und ein Partner zum Landen erleichtern vieles.
Jahreszeit, Nacht und schonendes Handling
Die Hauptsaison ist der warme Sommer; je wärmer das Wasser, desto aktiver der Wels. Nächte, Dämmerung und schwüle Gewitterstimmung sind Top-Zeiten. Behandle den Fisch schonend: feuchte Hände, schützende Unterlage, Handschuhe gegen die raue Haut und die Bürstenzähne, und setze große Exemplare nach kurzem Foto zügig zurück.
5 schnelle Wels-Tipps
- Fische bei Dunkelheit und in warmen, schwülen Nächten – dann jagt der Wels aktiv.
- Großer Köder und großer Haken: Welse haben ein riesiges Maul.
- Echolot nutzen, um Kolke, Löcher und stehende Fische zu finden.
- Bremse großzügig einstellen und im Drill konstant Druck halten.
- Handschuhe und feuchte Ablage bereithalten – schützt dich und den Fisch.
Häufige Fragen zum Wels angeln
Was ist der beste Köder für Wels?
Köderfisch und große Tauwurmbündel sind top, dazu Pellets und Boilies. Beim Vertikal- und Spinnfischen fangen große Gummifische.
Wann beißt der Wels am besten?
Im warmen Sommer, vor allem nachts, in der Dämmerung und bei schwülem Gewitterwetter.
Welches Gerät brauche ich für Wels?
Sehr kräftiges Gerät: stabile Welsrute, große Rolle, geflochtene Schnur ab 0,40 mm und ein dickes, bissfestes Vorfach mit starken Haken.
Wie finde ich erfolgreiche Wels-Spots wieder?
Halte Kolke, Köder, Uhrzeit und Wasserstand fest. In der App Einfach Angeln markierst du jeden Fang auf der Karte und baust dir mit der Zeit eine echte Wels-Trefferkarte auf.





